Sie hat mich nicht angesehen, als ich das Glas mit der Preiselbeersauce auf den Tisch stellte.
„Wurde ja auch Zeit“, sagte Sylvia verächtlich. Sie trug ein rotes Samtkleid, das für eine sechzigjährige Frau viel zu eng war.
Er nahm seine Gabel und spießte den Truthahn auf seinem Teller auf. „Der Truthahn ist trocken, Anna. Hast du ihn alle dreißig Minuten mit Öl bestrichen, wie ich es dir gesagt habe?“
“Ja, Sylvia”, flüsterte ich heiser. “Ich habe es genau so zusammengebaut, wie du es mir gesagt hast.”
„Na ja, da hast du wohl etwas falsch gemacht“, sagte er und deutete auf mich. „Hol die Soße. Vielleicht rettet das ja alles.“
Ich sah David an. Er rührte in seinem Wein: einem gereiften Bordeaux, den er vor einer Stunde dekantiert hatte.
„David“, sagte ich leise. „Ich habe Rückenschmerzen. Kann ich… kann ich mich kurz hinsetzen? Das Baby strampelt.“
David hörte auf zu lachen. Er sah mich mit kalten, genervten Augen an. „Anna, stell dich nicht so an. Mark erzählt uns gerade vom Fall Henderson. Unterbrich ihn nicht.“
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